Unsere Zeit ist um.
Wir stehen am Bahnsteig unserer Gefühle.
Du sagst, das Leben wartet auf mich.
Wieder erfasst mich die Regression,
in der der Schmerz
wie eine Krake
meine Seele umklammert.
Ich fühle mich zerrissen.
Das kleine Kind will nicht fort,
nicht abgeschoben sein,
ohne Liebe,
ohne Nähe,
ohne Deine wärmenden Worte.
Deine unerbittliche Haltung macht mich verrückt.
Die Schmerzen sind unerträglich.
Dein Gesicht blickt mich wohlwollend an,
doch ich spüre Hass.
Aber ich fühle,
der Zug wartet nicht.
Ich steige ein,
mit Tränen im Gesicht.
Mit deinem Geist in mir
fährt der Zug los,
erst langsam,
dann schneller,
auf dem Weg, der Hoffnung heißt.
© Liv Christiane Daria Göhner     06.1999 bis 12.1999